Mit einem Lötgerät kann man durch Erhitzung Metallteile weichlöten und somit verbinden. Beim Lötvorgang wird ein Metall mit niedrigerem Schmelzpunkt, wie zum Beispiel Lötzinn, erhitzt und die beiden zu verbindenden Metallteile damit benetzt, wodurch eine dünne Legierung entsteht. Nach dem Erkälten ist diese mechanische und elektrische Verbindung sehr robust. Es gibt viele Einsatzgebiete für Lötgeräte. Dachdecker Löten Dachrinnen und Installateure Kupferrohre. Bauteile und Kabel werden auf Platinen gelötet und Goldschmiede löten Ringe und Ketten zusammen.
Grundsätzlich wird zwischen elektrischen und gasbeheizten Lötgeräten unterschieden. Bei dem gasbeheizten Lötkolben wird die Lötspitze kontinuierlich durch die Flamme der Lötlampe erhitzt. Mit diesem Lötgeräten lassen sich höhere Temperatur erzeugen, wodurch das hartlöten von Metalle ermöglicht wird. Gasbeheizten Lötgeräte findet man also überall dort wo man höher Temperaturen benötigt als der elektrische liefert.
Bei dem elektrischen Lötgeräten gibt es zunächst die zwei Grundformen Lötkolben und Lötpistole.
Bei den Lötkolben unterscheidet man zwischen elektronisch temperaturgeregelt Lötkolben, bei denen entweder ein Temperatursensor oder ein elektrischer Widerstand die Heizung steuert, und elektromechanisch temperaturgeregelten Lötkolben, bei denen die gewählte Lötspitze die Solltemperatur vorgibt. Eine spezielle Form des Lötkolben stellt die Lötstation dar, die gegenüber einem direkt am Netzstrom angeschlossenem Lötkolben einige Vorteile besitzt. Das löten mit einem Lötgerät, das mit einer galvanisch vom Netz getrennten Kleinspannung arbeitet, mindert das Risiko von Schäden an elektronischen Bauteilen und ist wesentlich handlicher. Bei Lötstation lässt sich die Solltemperatur meistens stufenlos einstellen.
Die Lötpistole erhält ihren Namen durch ihre Form. Im Gegensatz zum Lötkolben wird die mit Strom durchflossene Heizwendel selbst als Lötspitze benutzt. Die Lötpistole wird mit einer sehr geringen Spannung aber sehr hohen Strom betrieben, um Funkenschläge zu vermeiden aber die erforderlich Heizleistung zu erhalten. Lötpistolen haben eine sehr geringe Aufheizzeit, und sind deswegen mit einem im Griff eingebautem Schalter ausgestattet, der nur für den Lötvorgang den Strom durch die Lötspitze fließen lässt.
Wegen seiner guten Wärmeleitfähigkeit besteht die Lötspitze, all dieser Lötgeräte, im Kern grundsätzlich aus Kupfer.
| Tweet |